Französischer Vorsitz der Alpenkonvention

Bei der Alpenkonferenz in Innsbruck am 4. April 2019 hat Frankreich offiziell die Präsidentschaft der Alpenkonvention von Österreich übernommen.

Die französische Ministerin für den ökologischen und solidarischen Wandel, Elisabeth Borne, ist Vorsitzende der Alpenkonferenz.

Arbeitsprogramm 2019-2020

Frankreich strebt generell eine Operationalisierung der Arbeit der Alpenkonvention an durch

  • Stärkung der eigenverantwortlichen Teilhabe der Gebietskörperschaften an der Alpenkonvention: Der Grundstein dafür wurde bereits gelegt, aber es ist notwendig, diese Teilhabe systematisch zu verfolgen, das lokale Engagement einzufordern und die guten Praktiken auszuweiten.
  • Entwicklung der Synergien mit der 2016 ins Leben gerufenen Makroregionalen Strategie für den Alpenraum (EUSALP) als wichtiges Instrument der Regionalpolitik und der territorialen Kooperation. Das Jahr 2020, in dem Frankreich beide Vorsitze inne haben wird, soll nach Möglichkeit zur konkreten Umsetzung dieser Synergien genutzt werden.

Der französische Vorsitz legt den Schwerpunkt auf folgende Themen:

  1. Die Luftqualität: Dieses Thema, das in Artikel 2c der Alpenkonvention enthalten ist, wurde bisher eher wenig behandelt, obwohl es in den Alpentälern Anlass zu großer Besorgnis ist. Das Thema weiter voranzutreiben, ist eine wissenschaftliche, ökologische und politische Notwendigkeit. Auf Vorschlag Frankreichs wird sich der achte Alpenzustandsbericht (RSA 8) mit dem Thema Luftqualität befassen.
  2. Das Wasser als Ressource und als Lebensraum wird Gegenstand einer Konferenz sein, die im Herbst 2019 in Annecy geplant ist. Diese Veranstaltung des Vorsitzes wird Gelegenheit für eine konkrete Einbeziehung der Gebietskörperschaften bieten, und im Mittelpunkt des Programms werden zwei große Themen stehen: (1) Wasser als Ressource und Anpassung an den Klimawandel in den Alpengebieten, (2) Sanierung von Fließgewässern, Flüsse als Trumpf für ein Alpengebiet.
  3. Die Biodiversität ist ein fundamentales Thema für Frankreich, dem der gleiche Stellenwert wie dem Klima verliehen werden soll. Der französische Vorsitz plant eine Veranstaltung zur Biodiversität der Berggebiete am Rande des IUCN-Kongresses, der im Juni 2020 in Marseille stattfinden wird.

PeriodeVorsitzAlpenkonferenz
2016-2019ÖsterreichInnsbruck
2015-2016DeutschlandGrassau
2013-2014ItalienTurin
2011-2012SchweizPoschiavo
2009-2011SlowenienBrdo
2007-2008FrankreichEvian (March 2009)
2005-2006ÖsterreichAlpbach
2003-2004DeutschlandGarmisch-Partenkirchen
2001-2002ItalienMeran
1999-2000SchweizLuzern
1996-1998SlowenienBled
1995-1996SlowenienBrdo
1991-1994FrankreichChambery
1989-1991ÖsterreichSalzburg
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