Beobachter
Folgende Organisationen sind derzeit als offizielle Beobachter zugelassen und nehmen als solche an der Arbeit des Ständigen Ausschusses und der Alpenkonferenz teil:
Allianz in den Alpen
Allianz in den Alpen wurde 1997 als transnationales Netzwerk von Gemeinden und Regionen aus sieben Alpenländern gegründet. Der Verein verbindet lokale Verwaltungen mit Bürgerinnen und Bürgern, die sich für die Gestaltung eines nachhaltigen Lebensraums in den Alpen einsetzen. Geleitet vom Grundsatz „Austauschen – Anpacken – Umsetzen“ fördert er die Zusammenarbeit und den Dialog zwischen den Gemeinden. Das Netzwerk fördert praktische Lösungen für eine nachhaltige lokale Entwicklung durch Erfahrungsaustausch und gemeinsames Handeln. Leitprinzip ist die Umsetzung der Alpenkonvention auf kommunaler Ebene.
ALPARC
Seit 1995 setzt sich ALPARC (das Netzwerk Alpiner Schutzgebiete) dafür ein, die Zusammenarbeit zwischen den Schutzgebieten im Alpenraum zu stärken, indem es den Austausch von Fachwissen, Techniken und bewährten Praktiken erleichtert und gemeinsame Projekte fördert, die sich mit gemeinsamen ökologischen Herausforderungen befassen. Durch diese Kooperationsinitiativen fördert das Netzwerk den Erhalt der Biodiversität, die ökologische Vernetzung und die regionale Entwicklung im Einklang mit der Alpenkonvention, insbesondere dem Protokoll über Naturschutz und Landschaftspflege.
Alpenstadt des Jahres
Alpenstadt des Jahres ist eine 1997 ins Leben gerufene Initiative zur Auszeichnung von Alpenstädten, die eine nachhaltige Entwicklung im Einklang mit den Grundsätzen der Alpenkonvention umsetzen. Der Titel wird an Städte verliehen, denen es gelingt, die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Säulen der Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen. Die ausgezeichneten Gemeinden treten einem länderübergreifenden Netzwerk bei, in dem die Städte zusammenarbeiten und Erfahrungen austauschen, um gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen. Durch gemeinsame Initiativen und Zusammenarbeit fördern sie die nachhaltige Entwicklung im Alpenraum.
Alpen-Adria-Allianz
Die Alpen-Adria-Allianz ist ein transnationales Netzwerk, das 2013 als Nachfolgerin der 1978 gegründeten Arbeitsgemeinschaft Alpen-Adria ins Leben gerufen wurde, um die projektorientierte Zusammenarbeit zwischen den regionalen Regierungen des Alpen-Adria-Raums zu fördern. Sie verbindet Behörden, private Organisationen und Nichtregierungsorganisationen in einer flexiblen und offenen Kooperationsstruktur und konzentriert sich auf die Stärkung der regionalen Entwicklung durch grenzüberschreitende Partnerschaften und die Nutzung von EU-Kooperationsprogrammen. Ihre Aktivitäten umfassen verschiedene Bereiche wie Kultur, Wirtschaft, Umwelt, Mobilität, Bildung und Tourismus.
ARGE ALP
Die ARGE ALP ist ein transnationales Netzwerk, das seit 1972 zehn Regionen in den Zentralalpen zusammenbringt. Die Organisation fördert die Zusammenarbeit und den Dialog zwischen regionalen Regierungen über nationale Grenzen hinweg. Ihr Hauptziel ist es, die Interessen der Alpen gegenüber nationalen Regierungen und europäischen Institutionen zu vertreten und sich für diese einzusetzen. Durch gemeinsame Initiativen und den politischen Dialog unterstützt die ARGE ALP die nachhaltige Entwicklung im Alpenraum. Zudem setzt sie sich für die Stärkung des territorialen Zusammenhalts und den Brückenschlag zwischen den Alpen und den angrenzenden Regionen ein.
CIPRA
Die 1952 gegründete Internationale Alpenschutzkommission (CIPRA) ist eine nichtstaatliche Dachorganisation mit nationalen und regionalen Vertretungen in den Alpenländern. Sie vereint über hundert Vereine und Organisationen, die sich für eine nachhaltige Entwicklung im Alpenraum einsetzen. Die CIPRA setzte sich in ihren Anfangsjahren für die Verabschiedung der Alpenkonvention ein und engagiert sich heute durch Interessenvertretung, Projekte und Forschung für deren Umsetzung, wobei sie innovative Lösungen für grenzüberschreitende Herausforderungen fördert.
Club Arc Alpin
Der 1995 gegründete Club Arc Alpin ist der Dachverband der großen Bergsteigerverbände des Alpenraums mit mehr als zwei Millionen Mitgliederinnen und Mitgliedern. Als Beobachter der Alpenkonvention leistet der CAA einen fachlichen und politischen Beitrag zur Unterstützung ihrer Umsetzung. Er koordiniert die Zusammenarbeit zwischen den Alpenvereinen und fördert verantwortungsbewusstes Bergsteigen sowie die nachhaltige Nutzung der Berggebiete. Seine Kommissionen bieten Plattformen für den Austausch zu Themen wie Bergsteigen, Sicherheit, Hütten und Wanderwege, Naturschutz und Raumplanung.
Euromontana
Euromontana wurde 1996 gegründet und ist ein europäisches Netzwerk verschiedener Interessengruppen, das sich für die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung von Berggebieten einsetzt. Das Netzwerk bringt Akteurinnen und Akteure aus Berggebieten aus mehr als 20 Ländern zusammen und setzt sich für politische Maßnahmen auf europäischer Ebene ein, die den besonderen Herausforderungen der Berggemeinden Rechnung tragen. Es fördert die Lebensqualität und die wirtschaftliche Dynamik von Bergregionen durch Initiativen in den Bereichen Landwirtschaft, Tourismus, ländliche Entwicklung, Mobilität, Innovation und Klimawandel.
FIANET
FIANET wurde 1958 gegründet und ist der europäische Dachverband der nationalen Seilbahnverbände und -betreiber. Er vertritt auf europäischer Ebene die Interessen der Akteurinnen und Akteure im Bereich der Seilbahnsysteme, darunter Standseilbahnen, Gondelbahnen und Skilifte. Durch die Förderung des Dialogs und die Entwicklung gemeinsamer Standpunkte zu regulatorischen und technologischen Fragen unterstützt FIANET das nachhaltige Wachstum der Verkehrsinfrastruktur in Bergregionen. Seine Arbeit, auch als Beobachter der Alpenkonvention, stellt sicher, dass sich der Seilbahnsektor effektiv an die Richtlinien der Europäischen Union anpassen kann.
Interreg Alpenraumprogramm
Das im Jahr 2000 ins Leben gerufene Interreg Alpenraumprogramm ist eine transnationale Kooperationsinitiative der Europäischen Union mit Schwerpunkt auf dem Alpenraum, die vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert wird. Es bringt Partner aus sieben Alpenländern zusammen, um gemeinsame Herausforderungen durch Kooperationsprojekte anzugehen. Das Programm fördert Innovation, Umweltschutz und nachhaltige regionale Entwicklung. Durch die Bereitstellung von Finanzmitteln und einer Plattform für Institutionen, Forschungseinrichtungen und Behörden fördert es die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und den Wissensaustausch.
ISCAR
ISCAR, das Internationale Wissenschaftliche Komitee für Alpenforschung, wurde 1999 mit der Unterzeichnung der ISCAR-Konvention durch wissenschaftliche Akademien und nationale Forschungseinrichtungen aus sechs Alpenländern gegründet. Ziel ist es, die internationale und interdisziplinäre Forschung über die Alpen zu fördern, wissenschaftliche Erkenntnisse an politische Entscheidungstragende und die breite Öffentlichkeit weiterzugeben sowie Forschungsthemen aufzugreifen, die im Sinne der Alpenkonvention sind. ISCAR leistet mit seinem Netzwerk aus Forschenden und wissenschaftlichen Fachleuten einen Beitrag zu den offiziellen Gremien der Alpenkonvention.
IUCN
Die 1948 gegründete IUCN ist das weltweit größte Umweltnetzwerk und vereint Mitglieder aus nationalen und subnationalen Regierungen sowie Nichtregierungsorganisationen und Organisationen indigener Völker aus über 160 Ländern. Durch die Förderung des Schutzes der Biodiversität und einer nachhaltigen Ressourcenbewirtschaftung stärkt die IUCN die globale Umweltpolitik. Sie fördert evidenzbasierte Lösungen für Umwelt- und Entwicklungsherausforderungen durch Forschung, Feldprojekte und politische Leitlinien. Mit ihrem Fachwissen und ihren Partnerschaften treibt die IUCN praktische Naturschutzinitiativen voran, darunter auch solche, die sich auf Bergregionen konzentrieren.
ProMONT-BLANC
ProMONT-BLANC wurde 1991 gegründet und ist eine trinationale Dach-NGO, die Alpenvereine und Umweltorganisationen aus Frankreich, Italien und der Schweiz vereint. Sie setzt sich durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit und politische Lobbyarbeit für den Schutz und die nachhaltige Entwicklung des Mont-Blanc-Massivs ein. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Interessengruppen und den 35 Gemeinden des „Espace Mont-Blanc“ unterstützt die Organisation Initiativen, die das natürliche und kulturelle Erbe der Region bewahren und gleichzeitig nachhaltigen Tourismus und eine verantwortungsvolle Landnutzung fördern.
UNEP
Das 1972 gegründete Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) ist die weltweit führende Instanz in Umweltfragen und koordiniert internationale Bemühungen zur Überwachung und zum Schutz der Umwelt. Es unterstützt Regierungen und Institutionen durch Forschung, Politikgestaltung und die Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Ländern. Das UNEP fördert den Dialog und setzt sich für eine nachhaltige Umweltpolitik ein, wobei es zu globalen Umweltabkommen und -initiativen beiträgt, darunter auch solchen, die für Bergregionen relevant sind. Sein Büro in Wien wurde 2024 als Sekretariat der Karpatenkonvention eingerichtet und hat einen speziellen Fokus auf Berggebiete.
WWF
Der WWF ist eine der weltweit größten Naturschutzorganisationen. Er wurde 1961 gegründet und hat sich dem Schutz der Biodiversität und der Bekämpfung der dringendsten Bedrohungen für die Natur verschrieben. Durch die Kombination von wissenschaftlicher Expertise, Projekten vor Ort und politischer Interessenvertretung entwickelt der WWF Lösungen, die sowohl den Menschen als auch der Natur zugutekommen, und betont dabei die Notwendigkeit eines Gleichgewichts zwischen menschlichem Handeln und natürlichen Ökosystemen. Durch Partnerschaften mit Gemeinden, Regierungen und Unternehmen fördert er weltweit Initiativen für nachhaltige Entwicklung und Naturschutz.















