EUSALP – Aktionsgruppe 6

Die Alpenkonvention leitet, zusammen mit dem Land Kärnten, die Aktionsgruppe 6 der EUSALP, die sich mit “Erhaltung und Inwertsetzung natürlicher Ressourcen, inklusive Wasser und kultureller Ressourcen“ befasst.

Die Aktionsgruppe (AG) konzentriert ihre Tätigkeiten auf 3 Sub-Themen:

  • Raumentwicklung und Bodenschutz

  • zukunftsorientierte Land- und Forstwirtschaft (Naturschutz, sozioökonomische und kulturelle Aspekte)

  • integriertes, nachhaltiges Wassermanagement 

Aufgaben der Aktionsgruppen umfassen:

  • Beteiligung einschlägiger AkteurInnen identifizieren und erleichtern

  • Ein Arbeitsprogramms für die AG erarbeiten und abwickeln

  • Spezifische Kriterien für die Auswahl von Aktionen/Projekten innerhalb der AG entwickeln

  • Aktionen/Projekte zur Einbeziehung im EUSALP Aktionsplan identifizieren

  • Relevante Finanzierungsquellen für ausgewählte Aktionen/Projekte identifizieren und die Durchführung der Aktionen/Projekte verfolgen, inklusive Monitoring und Evaluierung der definierten Ziele und Indikatoren

  • Politische Diskussionen in der Makroregion in Bezug auf die Aktion 6 erleichtern und die Kommunikation und Sichtbarkeit der Aktion sicherstellen

  • Verbindungen zu anderen Aktionsgruppen suchen und mit ihnen zusammenarbeiten, um Kohärenz zu garantieren und Doppelarbeit zu vermeiden

Geschäftsordnung der EUSALP AktionsgruppenVeranstaltungen der EUSALP Aktionsgruppe 6Mitglieder der EUSALP Aktionsgruppe 6

ALPGOV & EUSALP 

Alle LeiterInnen der EUSALP Aktionsgruppen, inklusive das Ständige Sekretariat der Alpenkonvention und das Land Kärnten, sind Projektpartner des AlpGov Projekts. Das Projekt, welches im Rahmen des Alpenraumprogramms entwickelt wurde, zielt darauf ab, die Durchführung der EUSALP durch die Ausgestaltung von geeigneten Verwaltungsstrukturen und Mechanismen zu unterstützen.

Die Makroregionale Alpenraumstrategie der Europäischen Union (EUSALP) ist die vierte makroregionale Strategie der Europäischen Union zur Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen, mit denen definierte geografische Gebiete (in diesem Fall die alpine Makroregion) konfrontiert sind. Zudem soll von der verstärkten Zusammenarbeit profitiert werden und auf diese Weise zum wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt beigetragen werden.

Das Ziel der EUSALP ist nachhaltig den wirtschaftlichen und sozialen Wohlstand der Alpenregion durch die Verbesserung dessen Attraktivität, Wettbewerbsfähigkeit und Konnektivität zu fördern, gleichzeitig die Umwelt zu erhalten und gesunde und ausgewogene Ökosysteme sicherzustellen. 

Die Alpenkonvention war seit Beginn in der Entwicklung der EUSALP aktiv beteiligt. Die Arbeitsgruppe Makoregionale Strategie, die bereits 2011 von der XI. Alpenkonferenz eingesetzt wurde, hatte zum Ziel zu diesem Prozess beizutragen. Seit 2019 ist diese Arbeitsgruppe nicht mehr tätig.

Die Strategie umfasst zwei Hauptdokumente: eine Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und an den Ausschuss der Regionen und einen Aktionsplan. Die EUSALP ist in folgende drei politische Themenbereiche, dem bereichsübergreifenden Thema und den jeweiligen Zielen gegliedert:

  1. Themenbereich: Wirtschaftswachstum und Innovation
    Ziel: Gerechter Zugang zu Beschäftigungsmöglichkeiten unter Nutzung der hohen Wettbewerbsfähigkeit des Alpenraums

  2. Themenbereich: Mobilität und Anbindung
    Ziel: Nachhaltige interne und externe Anbindung

  3. Themenbereich: Umwelt und Energie
    Ziel: Integrativere ökologische Rahmenbedingungen und erneuerbare, zuverlässige Energielösungen für die Zukunft

  4. Themenbereich: Governance, inklusive Verwaltungskapazitäten
    Ziel: Ein makroregionales Governancemodell für den Alpenraum schaffen (das die Zusammenarbeit und Koordinierung von Aktionen verbessert) 

Die drei thematischen Themenbereiche werden mithilfe von neun Aktionsgruppen durchgeführt:

 ThemenbereichAktion
Themenbereich 1Aktion 1: Entwicklung eines wirksamen Forschungs- und Innovationsökosystems
Leitung: Region Lombardei

Aktion 2: Steigerung des wirtschaftlichen Potenzials strategischer Branchen
Leitung: Region Auvergne-Rhône-Alpes

Aktion 3: Verbesserung der Adäquatheit des Arbeitsmarkts und der allgemeinen und beruflichen Bildung in strategischen Branchen
Leitung: Autonome Provinz Trient

Themenbereich 2

Aktion 4: Förderung von Intermodalität und Interoperabilität im Personen- und Güterverkehr
Leitung: Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino und Region Süd (Provence Alpes-Côte d'Azur)

Aktion 5: Elektronische Verbindungen zwischen Menschen und besserer Zugang zu öffentlichen Diensten
Leitung: Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete und Autonome Region Aostatal

Themenbereich 3

Aktion 6: Erhaltung und Aufwertung der natürlichen Ressourcen einschließlich Wasser und Kulturressourcen
Leitung: Ständiges Sekretariat der Alpenkonvention und Land Kärnten

Aktion 7: Entwicklung der ökologischen Anbindung im gesamten Programmgebiet der EUSALP
Leitung: Bayern und Slowenien

Aktion 8: Verbesserung des Risikomanagements und bessere Bewältigung des Klimawandels, einschließlich Verhinderung größerer Naturgefahren
Leitung: Bayern und Österreich

Aktion 9: Umwandlung des Gebiets in eine Vorzeigeregion für Energieeffizienz und erneuerbare Energie
Leitung: Autonome Provinz Bozen/Bolzano und Region Auvergne-Rhône-Alpes

 Wie ist die Alpenkonvention in der EUSALP involviert? 

Die Alpenkonvention trägt wesentlich zur Gestaltung und Umsetzung der EUSALP bei, indem sie aktiv als Beobachterin in der Generalversammlung (politische Ebene) und im Vorstand „Executive Board“ (Koordinationsebene) der Strategie mitwirkt. 

In Bezug auf die Umsetzungsebene wurde der Alpenkonvention (zusammen mit dem Land Kärnten) die Ko-Leitung der Aktionsgruppe 6 zugesprochen. Der Vorsitzende der aktuellen Arbeitsgruppe Naturgefahren – PLANALP der Alpenkonvention ist Ko-Leiter der Aktionsgruppe 8 und Mitglieder der Arbeitsgruppe Verkehr und der ehemaligen Plattform Ökologischer Verbund der Alpenkonvention sind aktiv in die Arbeiten der Aktionsgruppen 4 und 7 eingebunden. Zudem ist das Ständige Sekretariat der Alpenkonvention ein offizieller Beobachter der Aktionsgruppen 4 und 9.   

Die Alpenkonvention ist im EUSALP-Prozess durch den Vorsitz und das Ständige Sekretariat vertreten, die eng mit dem Ständigen Ausschuss und anderen Thematischen Arbeitsgruppen zusammenarbeiten.

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