Plattform Wasserwirtschaft im Alpenraum (2009-2019)

Vorsitz: Italien und Slowenien 

Wasser ist eines der zwölf Themengebiete, die in Art. 2 der Alpenkonvention aufgeführt sind. Zu diesem Thema wurde jedoch noch kein entsprechendes Protokoll verabschiedet. Beim Thema Wasserhaushalt verfolgt die Alpenkonvention das Ziel, gesunde Wassersysteme zu erhalten oder wiederherzustellen, insbesondere durch die Reinhaltung der Gewässer, durch naturnahen Wasserbau und durch eine Nutzung der Wasserkraft, die die Interessen der ansässigen Bevölkerung und das Interesse an der Erhaltung der Umwelt gleichermaßen berücksichtigt.

Nach der Ausarbeitung und Verabschiedung des zweiten Alpenzustandsberichtes zum Thema "Wasserhaushalt und Gewässerbewirtschaftung" hat die Alpenkonvention bei der X. Alpenkonferenz 2009 eine Plattform für wasserwirtschaftliche Themen eingerichtet. Die Plattform verfolgte die im vorgenannten Alpenzustandsbericht beschriebenen Ziele und Empfehlungen. Darüber hinaus enthält der, ebenfalls bei der X. Alpenkonferenz verabschiedete, Klimaaktionsplan eine Reihe von wasserbezogenen Themen, wie zum Beispiel die verstärkte Umsetzung der EU Wasserrahmenrichtlinie, die Vorbeugung gegen Wassermangel und die Entwicklung von Wasserwerken unter Beachtung der Ökologie der Wasserläufe. Konkret fordert der Aktionsplan alle Vertragsparteien der Alpenkonvention zu einem raschen und gemeinsamen Handeln auf, um die Auswirkungen des Klimawandels einzudämmen, indem insbesondere Leitlinien für die Errichtung, Optimierung oder Wiederinstandsetzung kleiner Wasserkraftwerke entwickelt werden, die die Wasserwelt und die Biodiversität schonen. Im Mehrjährigen Arbeitsprogramm (MAP) 2017-2022 stehen Wasserangelegenheiten mit vier der Prioritäten im Zusammenhang: Maßnahmen gegen den Klimawandel, Grünes Wirtschaften, Biodiversität und EUSALP (AG 6).

In der Mandatsperiode 2016-2019 wurden zwei Themen angesprochen:

  1. Bewältigung von Trockenperioden in den Alpen: Von der Klimadatenanalyse (Niederschlagsmuster und Szenarien) zur strategischen Planung;

  2. Follow-up der Leitlinien für die Kleinwasserkraftnutzung: Evaluation und weitere Empfehlungen.

Darüber hinaus wurden das Protokoll der Konferenz über Dürre/Wasserknappheit zusammen mit einem Bewertungsbericht über die Leitlinie zur Kleinwasserkraft verfasst und verbreitet.

Übersicht der Aktivitäten, Dokumente und Ergebnisse

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