Zusammenarbeiten für alpine Feuchtgebiete

Jedes Jahr ist der Welttag der Feuchtgebiete den unersetzlichen und empfindlichen Torfgebieten, Mooren und anderen Feuchtgebieten der Welt gewidmet. Im Alpenraum feiern wir diese wertvollen Gebiete, die viele wichtige Funktionen für die Erhaltung der biologischen Vielfalt, den Klimaschutz und die Wasserversorgung erfüllen.

Als besonders kohlenstoffreiche Böden tragen Moore dazu bei, der Atmosphäre Kohlendioxid zu entziehen, und leisten damit einen Beitrag zum Klimaschutz. Gleichzeitig stehen Feuchtgebiete in den Alpen durch zunehmende Bautätigkeit, Landnutzungsänderung und -intensivierung sowie den Klimawandel unter wachsendem Druck, was ihre Fähigkeit, lebenswichtige Ökosystemfunktionen zu erfüllen, bedroht.

Die Alpenkonvention hat daher den Schutz dieser Moore zu einer Priorität gemacht und Artikel 9 des Protokolls „Bodenschutz“ dem Schutz der Feuchtgebiete gewidmet. Im Rahmen ihres laufenden Mandats (bis Herbst 2022) entwickelt die Arbeitsgruppe Bodenschutz derzeit einen langfristigen Aktionsplan zur Umsetzung der Bodenschutzbestimmungen im alpinen Kontext, in dem Moore, Feuchtgebiete und Moorlandschaften eine wichtige Rolle spielen. Der langfristige Aktionsplan soll die Kontinuität im Bereich des alpinen Bodenschutzes sicherstellen und den verschiedenen thematischen Arbeitsgremien, die sich mit dem Thema beschäftigen, eine längerfristige Orientierung geben.

Im Aktionsplan sind auch der erste und dritte Umsetzungspfad zum Thema Bodenschutz des Klimaaktionsplans 2.0 enthalten. Diese Pfade legen eine Reihe von Schritten zum Schutz, zur Wiederherstellung und zur Verbesserung der Qualität der alpinen Böden fest, zu denen natürlich auch Feuchtgebiete gehören.

Auch wenn die alpinen Moore relativ klein sind, beherbergen sie doch viele seltene Pflanzen- und Tierarten und spielen eine entscheidende Rolle im alpinen Wassermanagement. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die Entwicklung nationaler Moorschutzstrategien werden im Strategiepapier „Peatland Strategies in Europe“ als ein wichtiger Weg empfohlen, um den Wert und die Ökosystemleistungen der alpinen Moore vollständig zu berücksichtigen.

Ein Beispiel für eine solche Zusammenarbeit ist das Projekt „Alpenmoore und Klimaschutz“, das vom deutschen Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) finanziert wird. In diesem Projekt wird untersucht, wie der Schutz der Alpenmoore zum Klimaschutz beitragen kann. Es zielt auch darauf ab, ein Netzwerk von Akteuren im Alpenraum aufzubauen und den Austausch zwischen ihnen zu fördern, um Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen.

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