Arbeitsgruppe Bodenschutz

Vorsitz: Österreich  

Gesunde Böden sind von entscheidender Bedeutung zur Eindämmung des Klimawandels, zum Erhalt der Biodiversität und zur Erreichung der Nahrungsmittelsicherheit. Nichtsdestotrotz verlieren wir jeden Tag große Mengen an gesunden Böden. Dieser Verlust wird nicht nur durch Naturkatastrophen, sondern zu einem großen Teil durch menschlichen Bodenverbrauch verursacht. Besonders kritisch ist dieses Thema in den Alpen, da hier die Verfügbarkeit der Ressource Boden besonders begrenzt ist.

Daher haben sich die Vertragsparteien der Alpenkonvention zum Bodenschutz verpflichtet: „quantitative und qualitative Bodenschäden zu reduzieren, insbesondere durch den Einsatz bodenschonender land- und forstwirtschaftlicher Methoden, durch minimale Eingriffe in Boden, Erosionskontrolle und die Einschränkung der Bodenversiegelung" (Alpenkonvention Art. 2 (d)). Im Bodenschutz Protokoll der Alpenkonvention vereinbarten die Vertragsparteien weitere Details zur Umsetzung des Themas.

Die XV. Alpenkonferenz stellte fest, dass aufgrund des erhöhten Drucks auf die Nutzung von Böden im Alpenraum und des erhöhten Risikos, z.B. durch den Klimawandel, eine verstärkte Zusammenarbeit der Vertragsparteien im Bereich des Bodenschutzes erforderlich ist. So wurde im Jahr 2019 die Arbeitsgruppe Bodenschutz eingerichtet. Sie trägt zum Schutz und zur Verbesserung des Zustands der alpinen Böden bei, mit besonderem Fokus auf Klimaschutz und Klimawandelanpassung. Dabei orientiert sich die Arbeitsgruppe an einer standortgerechten und nachhaltigen Bodennutzung, einem sparsamen Umgang mit dem Boden und der Vermeidung von Bodendegradation oder Bodenverunreinigung. Aufbauend auf den Ergebnissen der ersten Arbeitsphase der Arbeitsgruppe werden die Langzeitaktivitäten zu harmonisierten Datenbanken und Dauerbeobachtungsflächen fortgeführt und ausdifferenziert sowie der Austausch mit relevanten Netzwerken und die Bewusstseinsbildung zum Bodenschutz intensiviert. Darüber hinaus wird ein Langzeitaktionsplan zur Umsetzung von Bestimmungen und Deklarationen zum Bodenschutz im spezifischen Kontext des Alpenraums entwickelt, der auch das Zusammenspiel von qualitativen und quantitativen Aspekten des Bodenschutzes sowie die Auswirkungen des Klimawandels berücksichtigt.

Kontakt: 
Christian Steiner, Niederösterreichische Agrarbezirksbehörde
Christian.Steiner@noel.gv.at

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