Plattform Ökologischer Verbund (2006-2019)

Vorsitz: Frankreich und Deutschland (abwechselnd)
 
Die Alpen sind einer der größten zusammenhängenden Naturräume Europas und Lebensraum für über 30.000 Tier- sowie 13.000 Planzenarten. Artikel 12 des Protokolls Naturschutz und Landschaftspflege der Alpenkonvention legt konkret fest, dass die Vertragsparteien "geeignete Maßnahmen, um einen nationalen und grenzüberschreitenden Verbund ausgewiesener Schutzgebiete, Biotope und anderer geschützter oder schützenswerter Objekte zu schaffen." Ebenfalls im Mehrjährigen Arbeitsprogramm der Alpenkonferenz 2017-2022 ist die Erhaltung und Inwertsetzung der Biodiversität und Landschaften eine der sechs Schwerpunkte.

Die Plattform Ökologischer Verbund der Alpenkonvention wurde in 2006 bei der IX. Alpenkonferenz eingerichtet, um gemeinsame Strategien zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in den Alpen zu entwickeln, insbesondere durch die Erarbeitung und Unterstützung von Maßnahmen zur Sicherstellung der Vernetzung von natürlichen Lebensräumen. 
Die Plattform Ökologischer Verbund arbeitet in den Bereichen der Wissenschaften und der Politik um aufkommende Fragen im Zusammenhang mit ökologischer Konnektivität zu identifizieren. Die Plattform unterstützte und regte grenzüberschreitende, alpenweite und nationale Projekte zur ökologischen Vernetzung anund nahm an der Ausarbeitung verschiedener Fachpublikationen teil. Die Plattform analysierte, präsentierte und kommunizierte die Rolle von ökologischen Netzwerken und Konnektivität in der Umsetzung von grünem Wirtschaften in den Alpen und dies auf der Basis von guten Beispielen, wobei ökologische Vernetzung in andere Sektoren hineinspielt (insbesondere Raumplanung).

Seit 2011 ernannte die Plattform Ökologischer Verbund 10 Pilotregionen für ökologische Vernetzung der Alpenkonvention. Diese umfassen existierende Schutzgebiete, decken aber ein wesentlich größeres Gebiet ab. Die Pilotregionen stellen Gebiete dar, die häufig grenzüberschreitend sind und in denen spezifische Aktivitäten unternommen werden um ökologische Konnektivität zu entwickeln. Die Plattform Ökologischer Verbund hat deren Engagement offiziell anerkannt und sie konkret beim Austausch von Erfahrungen unterstützt.

Die Plattform Ökologischer Verbund verfolgte darüber hinaus EU Politik und Aktivitäten zu grüner Infrastruktur. Eine enge Kooperation mit der EUSALP Aktionsgruppe 7 wurde angestrebt. Über die Alpen hinaus unterstützt die Plattform die Absichtserklärungen, die zwischen der Alpenkonvention und der Karpatenkonvention sowie zwischen der Alpenkonvention, der Karpatenkonvention und der Konvention für biologische Vielfalt unterzeichnet wurden.  

Während des Mandats 2016-2019 führte die Plattform Ökologischer Verbund ihre Kernaktivitäten des Expertenaustausches und der Unterstützung und Entwicklung des Netzwerkes aus Pilotregionen fort. Spezifisch wurde darüber hinaus analysiert, wie ökologische Konnektivität in die Raumplanung einbezogen einbezogen werden kann.

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