Wir feiern unser gemeinsames Natur- und Kulturerbe: Der Tag der Bergbiodiversität

Wir feiern unser gemeinsames Natur- und Kulturerbe: Der Tag der Bergbiodiversität

Eine gemeinsame Stimme zum Schutz der Berggebiete und der dort lebenden Menschen und Wildtiere in Zeiten des globalen Wandels

Berggebiete beherbergen eine einzigartige Artenvielfalt und stellen entscheidende Ökosystemdienstleistungen zur Verfügung, die das Wohlergehen der Menschen weltweit sichern. Doch die arten- und kulturreichen Berggebiete sind Bedrohungen wie dem Klimawandel, Landnutzungsänderungen, Verschmutzung und anderen Faktoren ausgesetzt. Diese Prozesse bedrohen die Biodiversität der Berge und ihre Funktion als Rückzugsort für Arten. Diese Ökosysteme müssen wiederhergestellt und geschützt werden, damit sie auch in Zukunft ihre zentrale Rolle erfüllen können.


"Wir müssen unsere Bemühungen verstärken, die Schönheit und den Wert [der Berge] für zukünftige Generationen zu erhalten." 
– Bożena Haczek (Referatsleiterin, Abteilung für Naturschutz, Ministerium für Klima und Umwelt von Polen)

Gleichzeitig bieten Berggebiete zahlreiche nachhaltige Antworten und Möglichkeiten zur Anpassung in Bezug auf den Klimawandel und andere Herausforderungen. Die besonderen Herausforderungen und Chancen, mit denen die Berggebiete konfrontiert sind, müssen im globalen Umwelt- und Politikdiskurs in explizite Zielsetzungen für die Berggebiete übersetzt werden.

Die bunte Mischung von ReferentInnen aus Politik, Forschung, regionalen Organisationen und JugendvertreterInnen präsentierte vielfältige Aspekte der Biodiversität und tauschte sich darüber aus. Obgleich die Veranstaltung in drei Segmente unterteilt war (Global Mountains, Post-2020 Segment und Alpen), gab es einen einheitlichen und nachdrücklichen Aufruf zur grenzüberschreitenden und sektorenübergreifenden Kooperation und Zusammenarbeit.

Der Tag der Bergbiodiversität war eine einzigartige Gelegenheit, Menschen aus der ganzen Welt zusammenzubringen und die Bedeutung der Berge im Hinblick auf das globale Post-2020 Biodiversitätskonzept auf der 15. Konferenz der Vertragsstaaten der Konvention über die biologische Vielfalt im Verlauf dieses Jahres hervorzuheben. Da dieses Jahr das Auftaktjahr der Vereinten Nationen für eine Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen ist, erschien es umso passender, die Veranstaltung zu Beginn des Jahres auszutragen.


"Der Monat Januar ist die erste Etappe dieses großen Jahres, das der biologischen Vielfalt gewidmet ist. [Im Januar] wurde bereits ein der Biodiversität gewidmeter One Planet Summit organisiert, der darauf abzielt, die Aktionen aller Interessengruppen zur Erhaltung und Wiederherstellung der Biodiversität zu unterstützen und zu verstärken."
– Bérangère Abba (Staatssekretärin für Biologische Vielfalt, Frankreich)

Der Tag der Bergbiodiversität brachte nicht nur großartige ReferentInnen aus der ganzen Welt zusammen, sondern befasste sich auch mit einer Vielzahl von Themen, die sich nicht nur darauf konzentrierten, was Berge sind – nämlich reich an Arten und Kultur, aber auch bedroht - sondern auch, was sie bieten können - nämlich viele Chancen und Möglichkeiten für den Artenschutz. Die ReferentInnen machten auf die Sensibilität und Verletzlichkeit der Bergwelt und ihrer (menschlichen und nicht-menschlichen) Bewohner aufmerksam, teilten aber auch Erfahrungen zu der (oft überraschenden) Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit der Berggebiete bei globalen Veränderungen.


"Mit ihren vielschichtigen Topografien sind Berggebiete Zufluchtsorte für Arten, sie repräsentieren eine reiche kulturelle und ethnische Vielfalt und liefern zahlreiche Beispiele für menschliche und ökologische Anpassungen an extreme Klimata."
– Bruno Pozzi (Direktor Europa-Büro, Umweltprogramm der Vereinten Nationen)

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine generationenübergreifende Perspektive auf Strategien zum Schutz der alpinen Biodiversität, bei der VertreterInnen der Alpenkonvention, der Karpatenkonvention und der EUSALP sowie einige junge Fachleute, die sich mit Biodiversität und ökologischem Verbund beschäftigen, zu Wort kamen. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand die Frage: "Was sind die Schlüsselelemente für eine internationale Zusammenarbeit, um den Schutz der biologischen Vielfalt für kommende Generationen zu gewährleisten?"


"Wir müssen unsere Verpflichtungen ernst nehmen. Die Erhaltung und Wiederherstellung der biologischen Vielfalt und ihres immateriellen und unschätzbaren Wertes für unsere Alpen für die zukünftigen Generationen sind eine dringende Notwendigkeit."
– Alenka Smerkolj (Generalsekretärin der Alpenkonvention)

Wir bedanken uns bei allen ReferentInnen für ihre Beiträge und ihr Engagement zur Sensibilisierung für die Berggebiete dieser Welt!

Der Tag der Bergbiodiversität wurde von der auslaufenden französischen Präsidentschaft der Alpenkonvention in Zusammenarbeit mit der französischen Präsidentschaft der EU-Strategie für den Alpenraum (EUSALP) ausgerichtet. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Netzwerk Alpiner Schutzgebiete (ALPARC), dem Ständigen Sekretariat der Alpenkonvention und dem Sekretariat der Karpatenkonvention sowie dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) ausgerichtet.

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