Feuer in den Alpen: Fokus auf Wassermanagement in Zeiten der Klimakrise

Von Slowenien bis zur Schweiz wurden die Gipfel der Alpen am 14. August im Rahmen der diesjährigen Aktion „Feuer in den Alpen“ mit Feuern erleuchtet. Ziel der Initiative ist es, ein deutliches Zeichen für den Erhalt des natürlichen und kulturellen Erbes des Alpenraums zu setzen. Dies deckt sich mit den Zielen der Alpenkonvention, und das Ständige Sekretariat hatte die Ehre, vom österreichischen Infopoint Villach zum Feuer im Naturpark Dobratsch eingeladen zu werden.

Am Abend des 14. August loderten unter Einhaltung der Brandschutzmaßnahmen in großer Höhe Feuer als Zeichen der Solidarität zwischen den Alpenländern und -regionen und machten deutlich, dass die ökologischen Herausforderungen nicht an den Grenzen Halt machen. Darüber hinaus lenkten die Feuer die Aufmerksamkeit auf die Einzigartigkeit der Alpen und symbolisierten, dass diese in vielerlei Hinsicht miteinander verbunden sind.

Das diesjährige Feuer in den Alpen stand unter dem Motto „Wassermanagement in Zeiten des Klimawandels“. Der Klimawandel wirkt sich auf die Alpen aus - mehr noch als auf die Nachbarregionen und beeinträchtigt den Wasserhaushalt der Region. Der Klimawandel beeinflusst die Landschaft und die Gewässer in den Alpen, die Niederschläge fallen häufiger als Regen und weniger als Schnee, Starkregen und Dürreperioden werden häufiger. Auch der Schnee schmilzt früher, während die steigende Lufttemperatur sowohl die Gletscherschmelze als auch die Verdunstung fördert. All diese Faktoren beeinflussen die natürlichen Wasserspeicher in den Alpen, auf die viele Menschen in ganz Europa angewiesen sind.

Die Initiative „Feuer in den Alpen“ wurde in den 1990er Jahren gestartet, etwa zur gleichen Zeit wie die Unterzeichnung der Alpenkonvention. Die Sensibilisierung für den Schutz der Alpen wird daher von der Konvention, die sich seit 30 Jahren für ein nachhaltiges Leben in den Alpen einsetzt, begrüßt.

Vor allem in den letzten Jahren wurden im Rahmen der Alpenkonvention verschiedene Strategien zur Anpassung an den Klimawandel und zum nachhaltigen Wassermanagement verabschiedet. Deren Umsetzung muss jedoch auf allen Ebenen - national, regional und lokal - erfolgen. Die lokale Ebene ist besonders wichtig, da das Bewusstsein für das Thema und das Verständnis der Alpenbewohner entscheidend sind. Aus diesem Grund waren und sind Veranstaltungen wie das „Feuer in den Alpen“ so wichtig.

Unsere Kollegin Živa Novljan sprach kürzlich mit dem slowenischen Radioprogramm des ORF über die Initiative „Feuer in den Alpen“ und ihre Bedeutung für die Sensibilisierung für die einzigartige alpine Umwelt. Das vollständige Interview in slowenischer Sprache finden Sie hier.

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