Ein feierlicher Sommer für die Bergsteigerdörfer!

Es war ein arbeitsreicher Sommer für die Bergsteigerdörfer, einer Pionierinitiative im Bereich des nachhaltigen Tourismus. In den letzten Monaten sind vier Dörfer offiziell in die Familie aufgenommen worden: St. Antönien, Lavin, Guarda und Ardez, sowie Steinberg am Rofan und Göriach im Lungau.

Als erstes Bergsteigerdorf der Schweiz wurde St. Antönien am 12. Juni 2021 offiziell in die Initiative aufgenommen. Die Dörfer Lavin, Guarda und Ardez schlossen sich am 22. August an, wobei Marianna Elmi, stellvertretende Generalsekretärin der Alpenkonvention, die Ehre hatte, an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Ein herzliches Willkommen den ersten Bergsteigerdörfern in der Schweiz!

 

 

Im darauffolgenden Monat, am Sonntag, den 12. September, wurde Göriach im Lungau, das ebenfalls zum UNESCO-Biosphärenpark Lungau gehört, als eine von zwei österreichischen Gemeinden feierlich aufgenommen. Am selben Tag hielt Alenka Smerkolj, Generalsekretärin der Alpenkonvention, rund 250 km entfernt eine Begrüßungsrede für die andere österreichische Gemeinde, Steinberg am Rofan. Sie wies auf die Bedeutung starker Partnerschaften für eine nachhaltige Entwicklung hin und lobte die Bergsteigerdörfer für ihre wertvolle Arbeit, die sie im Rahmen der Alpenkonvention für die Bewohner und Besucher der Alpen leisten. Zu diesem Anlass wurde auf dem Gipfel des Guffert ein neues Kreuz errichtet, das anlässlich der Verleihung des Titels "Bergsteigerdorf" an Steinberg am Rofan eine prominente Kulisse bildet.

 

 

Die Bewohner dieser neuen Dörfer werden sich gemeinsam mit ihren örtlichen Alpenvereinen für einen Tourismus einsetzen, der die Natur und die lokale Kultur schätzt und die kleinen und besonderen Orte in den Alpenregionen bewahrt. Neben diesem nachhaltigen Tourismusansatz wollen die Dörfer die Entwicklungen in den Bereichen Natur- und Umweltschutz, Raumplanung und Mobilität nachhaltig steuern. Mit dem Beitritt verpflichten sich die Dörfer auch, die Alpenkonvention auf kommunaler Ebene umzusetzen.

In diesem Jahr werden außerdem zwei neue italienische Dörfer offiziell Teil der Initiative: Balme und Triora, die beide im Oktober beitreten werden. Damit wird die Initiative der Bergsteigerdörfer allein im Jahr 2021 um sechs neue Bergsteigerdörfer gewachsen sein. Dieses Wachstum trägt auch dazu bei, dass die Initiative immer internationaler wird und Dörfer mit gemeinsamen Idealen in Österreich, Deutschland, Italien, Slowenien und ab 2021 auch in der Schweiz zusammengeführt werden.

Aktive Bewohner aller Dörfer und Vertreter der Alpenvereine hatten Anfang September die Gelegenheit, anlässlich der 13. Jahrestagung der Bergsteigerdörfer zusammenzukommen. Drei Tage lang trafen sie sich in dem kleinen, schönen ladinischen Dorf in den Dolomiten, Lungiarü (IT). Im Mittelpunkt des Treffens, bei dem alte und neue Mitglieder zusammenkamen, um gemeinsame Themen zu diskutieren, stand das Thema "Berglandwirtschaft - Traum und Wirklichkeit". Die Referenten sprachen über den Beitrag der Berglandwirtschaft zur Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft und beleuchteten die Chancen und Herausforderungen, denen sich Gemeinden und Landwirte bei der Ausübung einer umweltbewussten Landwirtschaft im Sinne der Alpenkonvention gegenübersehen.

 

 

Schließlich war der 16. September 2021 ein ganz besonderes Datum für die Alpenkonvention und die Bergsteigerdörfer. An diesem Tag jährte sich die offizielle Kooperationsvereinbarung zum fünften Mal. Die Bergsteigerdörfer sind eines der erfolgreichsten Umsetzungsprojekte der Alpenkonvention; die Kriterien, zu denen sich jedes Bergsteigerdorf bekennt, und die Art und Weise, wie es diese umsetzt, machen die Alpenkonvention lebendig und vermitteln die Ideen an Gäste und Einheimische.

„Die Bergsteigerdörfer zeigen seit Jahren, dass nachhaltiger Tourismus und naturnahe Entwicklung möglich sind und wie die Alpenkonvention, insbesondere das Protokoll „Tourismus“, in die Tat umgesetzt werden kann. Die Bergsteigerdörfer sind nicht nur ein „formales" Netzwerk, sondern ein echter Kooperationsraum, in dem Austausch stattfindet, in dem Ideen diskutiert und gemeinsam neue Visionen entwickelt werden", lobte Alenka Smerkolj
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