Ein imaginäres Gebirge als Beispiel für reale Klimaprobleme

Vom 20. bis 22. Juni 2022 fand in Wien ein von UNEP veranstalteter interregionaler Workshop statt, an dem mehr als fünfzig Vertreter von Bergregionen aus der ganzen Welt teilnahmen. Der Workshop war Teil des von der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit finanzierten Projekts „Adaptation at Altitude", das danach strebt, die Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit von Berggemeinden und Ökosystemen an den Klimawandel zu fördern.

Akteure aus den Bergregionen der Anden, Ostafrikas, der Himalaya-Hindukusch-Region, des Südkaukasus, der Karpaten und der Alpen führten eine Governance-Simulation durch, die sich in einer imaginären Welt abspielte, in der fünf Länder eine Gebirgskette teilen, sich aber in Bezug auf Bevölkerungsgröße, Energieprofil und Ressourcenausstattung unterscheiden. Den Teilnehmern gelang es, eine kohärente Vision für die gewünschte Zukunft ihrer Länder zu entwerfen und umzusetzen, und zwar durch Investitionen in nationale und regionale Vermögenswerte sowie durch die Entwicklung eines regionalen Governance-Instruments, das die Zusammenarbeit bei der Anpassung an den Klimawandel fördert. Eine Exkursion auf die Rax, bei der die Bedeutung des Schutzes der Hochgebirgswasserquellen für die Wiener Wasserversorgung hervorgehoben wurde, rundete den Workshop ab.

„Die Zusammenarbeit zwischen den Bergregionen ist sinnvoll, auch wenn sie unterschiedlich sind, denn sie alle müssen den Klimawandel bewältigen und der Stimme der Berge auf globaler Ebene Gehör verschaffen", sagte Wolfger Mayrhofer, stellvertretender Generalsekretär der Alpenkonvention.  

Weitere Informationen finden Sie unter https://mountains-connect.org/.

Titelbild: Wasserschloss Kaiserbrunn

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