20 Jahre in den Diensten der Alpenkonvention

Im denkmalgeschützten Goldenen Dachl, im Herzen von Innsbruck, liegt zwischen dem Standesamt und einem dem historischen Gebäude gewidmeten Museum ein Büro, dessen Eingangstür wenig über die Arbeit im Inneren verrät. Das unscheinbare grüne Logo der Alpenkonvention (in vier Sprachen) ist der wichtigste Hinweis darauf, dass sich hinter dieser Tür etwas tut.

Das Ständige Sekretariat der Alpenkonvention wurde 2003 mit Sitz in Innsbruck (AT) und einer operativen Außenstelle in Bozen (IT) eingerichtet, um die Arbeit der Organe der Alpenkonvention zu unterstützen.

Alenka Smerkolj, Generalsekretärin der Alpenkonvention, betonte: „Wir sind dankbar für die Gastfreundschaft, die uns die beiden Alpenstädte in den vergangenen zwei Jahrzehnten entgegengebracht haben. Die Partnerschaften auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene sowohl in Österreich als auch in Italien waren von Anfang an konstruktiv und offen. Wir freuen uns auf viele weitere erfolgreiche Jahre der Alpenkonvention in Innsbruck und Bozen!“

Mit seinem 17-köpfigen internationalen Team arbeitet das Ständige Sekretariat sowohl an der Sensibilisierung für die Alpenkonvention und ihrer Protokolle als auch an der Unterstützung bei ihrer Umsetzung. Die vier Alpensprachen sind stets im Sekretariat vertreten, das auf seine eigene Weise einen Mikrokosmos des Alpenraums darstellt.

Österreich kann wirklich stolz sein, Sitzstaat für das Ständige Sekretariat der Alpenkonvention zu sein. Und das seit Anbeginn, also seit mittlerweile 20 Jahren. Eine verlässliche, weitsichtige und wertschätzende diplomatische Unterstützung ist für die Umsetzung der Alpenkonvention und ihrer Protokolle in den Mitgliedstaaten essenziell. Genau das leistet das Ständige Sekretariat. Ich wünsche dem Sekretariat und vor allem den Menschen, die unermüdlich und mit großem Einsatz für die Alpenkonvention arbeiten, alles, alles Gute!“, sagt Leonore Gewessler, Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie.

Ein Highlight für das Innsbrucker Büro waren die Renovierungsarbeiten im Jahr 2022, die ihm ein helles, frisches Aussehen verliehen - bei gleichzeitiger Wahrung des Denkmalschutzes des Goldenen Dachls.

Etwas moderner präsentiert sich das Büro des Sekretariats in Bozen, das bei Eurac Research untergebracht ist. Das Büro koordiniert die Aktivitäten in der Alpenforschung und arbeitet daran, das Netzwerk der Fachleute der Alpenkonvention zu erweitern und diese über die Landesgrenzen hinweg zu verbinden.

Eurac Research ist ein äußerst wichtiger Partner für die Alpenkonvention. Mit zahlreichen Alpenforschungsprojekten stellt die Forschungseinrichtung wesentliches Fachwissen für die Entwicklung von wissenschaftsbasierten Initiativen im Alpenraum zur Verfügung.

Die Außenstelle in Bozen ist für die alpinen Forschungsprojekte im Rahmen der Alpenkonvention zuständig, und Forschungsteams von Eurac Research haben dazu über die Jahre entscheidende Beiträge geleistet. Ein aktuell besonders dringliches gemeinsames Forschungsfeld ist die Biodiversität. Hier gibt es eine gute Nachricht zu vermelden: wir arbeiten gemeinsam an einem alpenweiten Projekt zum Biodiversitätsmonitoring, das von Eurac Research koordiniert wird“, betont Roland Psenner, Präsident von Eurac Research.

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