83. Sitzung des Ständigen Ausschusses in Turin

Gespräche über Gletscher, Biodiversität und Waldökosysteme in der Hauptstadt von Piemont

Letzte Woche, am 25. und 26. März, trafen sich die Vertragsparteien der Alpenkonvention und Beobachterorganisationen in Turin (IT) im Konferenzzentrum der Region Piemont, wo die Tagung mit einer Ansprache von Marco Gallo, dem Regionalminister für Berg- und Raumentwicklung, offiziell eröffnet wurde.

Der italienische Vorsitz berichtete über die jüngsten Fortschritte bei der Umsetzung seines Programms und bekräftigte erneut, wie wichtig es ist, den Klimawandel, die biologische Vielfalt sowie die Bevölkerung und Kultur der Alpen für ein nachhaltiges Leben in den Alpen in den Vordergrund zu stellen. 

Es wurde über den Stand des 11. Alpenzustandsberichts (RSA11) zu den Themen Alpengletscher, Permafrost und Wasserkreislauf diskutiert, einschließlich des ersten Entwurfs der politischen Empfehlungen.

Anschließend stellte der Vorsitz den Entwurf des Aktionsplans zur Alpinen Biodiversität vor, der sich auf die vier Säulen Naturschutz, Vernetzung, Renaturierung und Beobachtung stützt.

Im Zusammenhang mit dem Thema Klimaresilienz dankte der Vorsitz den Vertragsparteien und Beobachtern für die mehr als 80 gesammelten lokalen Anpassungsmaßnahmen, deren vorläufige Auswertung im Rahmen des ForumAlpinum im Mai vorgestellt wird.

Zudem wurde über den aktuellen Stand der Arbeit der Task Force „Alpine Kultur“ berichtet. Diese konzentriert sich auf das immaterielle Kulturerbe und führt derzeit eine Alpenweite Umfrage zum kulinarischen Erbe der Alpen durch. 

Darüber hinaus diskutierten die Parteien über die bevorstehende deutsche Präsidentschaft (2026/2027), die einen Einblick in ihr Programm gab. Dieses umfasst sieben Prioritäten: naturbasierte Lösungen, Biodiversität, nachhaltiger Tourismus, Umweltbildung und Jugendbeteiligung, Raumplanung, Risikokommunikation und Berglandwirtschaft.

Das Ständige Sekretariat stellte seinerseits seinen Tätigkeitsbericht 2025 vor, welcher die vom Sekretariat organisierten oder unterstützten Initiativen, Projekte und Veranstaltungen aufzeigt. Im Rahmen der Sitzung wurde zudem das neue Video zum Thema „Lebensqualität in den Alpen“ vorgestellt. 

Den Delegierten wurden die Ergebnisse des Interreg-Alpenraum-Projekts „Forest EcoValue“ vorgestellt und einige von ihnen nahmen an der anschließenden Abschlusskonferenz des Projekts teil. Das Projekt lieferte evidenzbasierte Ergebnisse dazu, wie eine nachhaltige Waldbewirtschaftung gefördert werden kann, wobei der Schwerpunkt auf Marktrahmenbedingungen und Zahlungssystemen für die Ökosystemleistungen des Waldes lag.

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