Produktiver Austausch zum Thema Bodenschutz in Ljubljana

Im April tagte die Arbeitsgruppe „Bodenschutz“ der Alpenkonvention mit Unterstützung des slowenischen Ministeriums für Natürliche Ressourcen und Raumplanung in der slowenischen Umweltbehörde in Ljubljana. 

Blanka Bartol, Leiterin der slowenischen Delegation bei der Alpenkonvention, hieß die Gruppe im Namen des Ministeriums offiziell willkommen. Es folgten lebhafte Diskussionen über die laufenden Aktivitäten: die Aktualisierung des Aktionsplans für Alpine Böden (ASAP), die Ausarbeitung technischer Leitlinien für den Bodenschutz auf Alpinen Baustellen, die Coaching-Veranstaltungen zu Bodenschutz und Raumplanung, das EU-Bodenüberwachungsgesetz, der vom Alpinen Klimabeirat erarbeitete Entwurf eines Factsheets zu Klima und Boden sowie aktuelle Aktivitäten anderer Partner zum Thema Alpine Böden. Es wurden zukunftsorientierte erste Ideen für künftige gemeinsame Aktivitäten ab 2027 gesammelt. 

 Die slowenische Delegation organisierte einen Ausflug in die Ljubljanaer Sümpfe, bei dem die Teilnehmer unter der Leitung eines Experten von der Fakultät für Biotechnologie der Universität Ljubljana Moorböden besichtigen und erkunden konnten. Dabei stand ein speziell für dieses Treffen angelegtes Bodenprofil zur Verfügung. 

 

Mehrere Experten erläuterten und veranschaulichten die Geschichte des Sumpfgebiets, das ursprünglich aus mehreren Metern dicken Torfschichten bestand, auf denen eine frühe menschliche Siedlung existierte, einschließlich der damaligen Lebensweise unter diesen besonderen Bedingungen. Während der Exkursion wurde ein Beispiel für bewährte Praktiken im Zusammenhang mit der Renaturierung von Mooren sowie die Herausforderungen und Lösungen für das Besuchermanagement vorgestellt: das slowenische Wetman-Projekt (in Slowenisch).

Die Exkursion veranschaulichte die Stellungnahme der Arbeitsgruppe „Erhaltung der Moore in den Alpen“ in der Praxis: die Bedeutung der Moore angesichts ihrer Ökosystemleistungen für eine gute Lebensqualität und das Ausmaß des Torfverlusts in den letzten Jahrhunderten und damit die Dringlichkeit, Moore in und um die Alpen zu schützen und wiederherzustellen. 

Das Treffen hat deutlich gemacht, wie wichtig der Schutz von Mooren und Böden sowie die Zusammenarbeit in beiden Bereichen im Alpenraum sind.

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