Gletscherschwund und Klimawandel: ForumAlpinum 2026

Eine Woche lang (25.–31. Mai) verwandelte sich der neue Campus der Universität des Aostatals anlässlich des ForumAlpinum 2026 in einen Treffpunkt für wissenschaftlichen Austausch, politische Diskussionen, Bürgerbeteiligung und internationale Zusammenarbeit zur Zukunft Alpiner Regionen.

Das Programm umfasste eine Reihe von Sitzungen, Workshops und Nebenveranstaltungen, die in Zusammenarbeit mit dem Italienischen Vorsitz der Alpenkonvention, lokalen Behörden und weiteren Partnern organisiert wurden. Parallel dazu veranstaltete das Internationale Wissenschaftliche Komitee für Alpenforschung (ISCAR) vom 25. bis 30. Mai eine Sommerschule für junge Forschende.

Im Mittelpunkt der Woche stand die ForumAlpinum-Konferenz, die sich dem Thema „Alpengemeinden und -regionen in Zeiten von Gletscherschwund und Klimawandel“ widmete. Mehr als 100 Teilnehmende aus dem gesamten Alpenraum kamen zusammen, um die Auswirkungen des Gletscherschwunds und des Klimawandels auf Berggemeinden zu erörtern. Die Teilnehmenden wurden von mehreren Vertreterinnen und Vertretern begrüßt, darunter Thomas Bunel, der neue stellvertretende Generalsekretär der Alpenkonvention, der die Bedeutung der wissenschaftlichen Forschung für eine nachhaltige Entwicklung in den Alpen hervorhob. 

Die Konferenz bot eine Plattform für Reflexion und Dialog über die Folgen des Gletscherschwunds in der Alpenregion und darüber hinaus. In parallelen Vorträgen am Freitag wurden Themen aus den Bereichen Gesellschaft, Governance und Umwelt behandelt, ergänzt durch mehr als 40 Posterpräsentationen von Forschenden aus den Alpen und anderen Regionen. Die Woche endete am Samstag mit einer Exkursion zum Observatorium Testa Grigia, einer Hochgebirgsforschungsstation auf 3.480 m Höhe, wo Forschende Teilchenphysik, Atmosphärenwissenschaften und den Klimawandel erforschen.

 

Mehrere Nebenveranstaltungen bereicherten das Programm zusätzlich. An einer politischen Diskussionsrunde nahmen wichtige Vertreter verschiedener Regierungsebenen teil, darunter Renzo Testolin, Präsident der Autonomen Region Aostatal, Alessandro Panza, Vertreter der italienischen Präsidentschaft des Ministerrats, und Jean Pierre Fosson, Generalsekretär der Fondazione Montagna sicura. 

Auch die Einbindung der Öffentlichkeit spielte während der gesamten Woche eine wichtige Rolle. Zu den Veranstaltungen gehörten eine öffentliche Diskussion zum Klimawandel in italienischer Sprache, ein Workshop zur Vorstellung der Arbeit des Italienischen Vorsitzes im Bereich lokaler Anpassungsmaßnahmen in den Alpen, ein vom AlpPlan-Netzwerk organisierter Workshop sowie eine Vorführung des Dokumentarfilms Requiem in Weiß.

Durch die Begegnung von Forschenden, politischen Entscheidungstragenden und der Bevölkerung unterstrich die ForumAlpinum-Woche, wie wichtig die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Bewältigung der Herausforderungen durch den Gletscherschwund und den Klimawandel ist.

Die Forschung spielt eine entscheidende Rolle für die nachhaltige Entwicklung des Alpenraums. Daten bilden die Grundlage für alle Aspekte der Politikgestaltung, angefangen bei der Analyse von Entwicklungen und Trends bis hin zur Ermittlung von Problemfeldern. Sie ermöglichen fundierte Entscheidungen, die Formulierung notwendiger Maßnahmen und eine Bewertung ihrer Auswirkungen.“ – Thomas Bunel 
#Veranstaltungen#Internationale Zusammenarbeit

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