Lokale Klimaschutzmaßnahmen: Beste Praktiken in und für Alpenstädte

Städte und urbane Räume spielen eine entscheidende Rolle bei der Anpassung an den Klimawandel und dessen Abschwächung. Ihr Erfolg bei der Bewältigung der klimatischen Herausforderung hängt von lokaler Kooperation und Koordination ab, wobei sektorübergreifend und mit Gemeinden gearbeitet wird. Um die Kommunikation und den Austausch zu diesem Thema zu fördern, wurde am 18. Juni 2021 ein Online-Peer-Learning-Workshop zu lokalen Klimaschutzmaßnahmen in Alpenstädten organisiert.

Der Workshop untersuchte die besten Praktiken für Klimamaßnahmen in Städten anhand von Expertenvorträgen über grüne Infrastruktur in den Städten Bozen (IT), Lugano (CH) und, jenseits der Alpen, in Glasgow (UK) sowie über Governance und strategische Planung in Brig-Gils (CH) und Kempten (DE). Die Präsentationen können hier heruntergeladen werden. Eine der wichtigsten Erkenntnisse war, dass klimagerechte Raumplanung ein Prozess ist, der in Zusammenarbeit mit allen relevanten Akteuren, in erster Linie den Bewohnern, durchgeführt werden muss.

Die Redner betonten auch die wachsende Rolle und Bedeutung von Umweltdaten bei der Unterstützung städtischer Klimaschutzmaßnahmen und insbesondere die Notwendigkeit einer korrekten Datenerhebung, -verarbeitung, -verwaltung und -nutzung. Diese Daten sollten immer öffentlich sein, und die Methoden und Verfahren, die zu ihrer Messung verwendet werden, sollten öffentlich zugänglich sein.

Abschließend betonten die Redner die Dringlichkeit, sowohl bei der Anpassung an den Klimawandel als auch bei der Abschwächung zu handeln, und regten einen regelmäßigen Austausch zwischen Städten an, um voneinander zu lernen.

Der Workshop endete mit einem Ausblick auf das Thema Alpenstädte aus Sicht des Schweizer Vorsitzes der Alpenkonvention. Alpenstädte sind eine der Prioritäten des Vorsitzes, insbesondere die klimatischen, ökologischen und sozialen Herausforderungen, denen sie gegenüberstehen. Gemeinsam mit den Alpenstädten und anderen Partnern hat die Schweiz im Rahmen der Territorialen Agenda 2030 das Pilotprojekt "Klimahandeln in Alpenstädten" gestartet. Ziel des Projekts ist es, Städte und ihre Bürger zu befähigen, kreative Ideen zu entwickeln und mit schnellen, "Bottom-up"-Aktionen die Entwicklung und Umsetzung langfristiger Klimastrategien in der Raumplanung zu fördern. Die Ergebnisse werden auch in den 9. Alpenzustandsbericht einfließen, der dem Thema Alpenstädte gewidmet ist

Der Workshop zum Thema Klimaschutz in Alpenstädten wurde vom Schweizer Bundesamt für Raumentwicklung ARE mit Unterstützung des Ständigen Sekretariats der Alpenkonvention und ESPON organisiert.

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