8 Länder, ein Territorium - zweimal!

Die Alpen und der Hindukusch-Himalaya: zwei Gebirgszüge, die von jeweils acht Staaten geteilt werden, mit einer herausragenden biologischen Vielfalt, einer faszinierenden kulturellen Vielfalt und drängenden Herausforderungen wie dem Klimawandel. In den letzten Jahren haben die Länder des Hindukusch-Himalaya (Afghanistan, Bangladesch, Bhutan, China, Indien, Myanmar, Nepal und Pakistan) ihren Austausch über Anliegen rund um die Berge intensiviert.

Im Jahr 2020 wurde auf dem ersten ministeriellen Hindukusch- Himalaya Gipfeltreffen eine hochrangige Task Force eingesetzt, die die Möglichkeit der Einrichtung eines regionalen institutionellen Mechanismus prüfen soll, um diese Partnerschaft einen Schritt weiter zu bringen. Der Prozess wird vom regionalen Wissensentwicklungs- und Lernzentrum ICIMOD (International Centre for Integrated Mountain Development) koordiniert, einer zwischenstaatlichen Organisation der acht HKH-Länder, die seit 1983 besteht.

ICIMOD und die Alpenkonvention haben bereits bei mehreren Gelegenheiten zusammengearbeitet, z.B. bei Side-Events der UNFCCC (Klima)-COP, um gemeinsam das globale Bewusstsein für die Belange der Bergregionen zu schärfen. Kürzlich reagierte das Ständige Sekretariat auf eine Anfrage zum Erfahrungstransfer im Bereich der transnationalen Mountain Governance, indem es zunächst ein Webinar (am 17. Mai) und dann vom 23. bis 25. Juni in Innsbruck einen Studienbesuch für Mitglieder der Task Force organisierte.   

Die 13-köpfige HKH-Delegation tauschte sich mit Vertreterinnen und Vertretern der österreichischen Delegation, des Ständigen Sekretariats, aber auch des Beobachters der Alpenkonvention, CIPRA International, in lebhaften Frage- und Antwortrunden über die Prozesse und die Umsetzung der Alpenkonvention aus. Bei einer Exkursion in die Bergsteigerdörfer Vals und Schmirn im Wipptal erlebten und diskutierten sie mit lokalen Akteuren Nachhaltigkeitsfragen in den Bereichen Landwirtschaft, Tourismus, Forstwirtschaft sowie Herausforderungen durch Naturgefahren, Klimawandel und Landflucht.

„Der Hindukusch-Himalaya ist ein erstaunliches Ökosystem von entscheidender Bedeutung für die Welt. Darüber hinaus erbringen die Berge auf der ganzen Welt wichtige Ökosystemleistungen. Dieser Besuch war eine hervorragende Gelegenheit, sich über diese Themen auszutauschen und Erkenntnisse aus unseren jeweiligen Bergregionen weiterzugeben. Wir fühlen uns geehrt, dass wir die HKH-Delegation empfangen und einen kleinen Teil unserer alpinen Heimat mit ihnen teilen durften", sagte Alenka Smerkolj, Generalsekretärin der Alpenkonvention, nach dem Besuch.

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