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GESCHICHTE

 


 
 
 


PLATTFORM ÖKOLOGISCHER VERBUND. VORSITZ: DEUTSCHLAND

1. Was ist die Plattform Ökologischer Verbund ?

Die Alpen sind einer der größten zusammenhängenden Naturräume Europas. Die Vertragsparteien haben sich verpflichtet, bestehende Schutzgebiete zu erhalten, zu pflegen und, wo erforderlich, zu erweitern sowie nach Möglichkeit neue Schutzgebiete auszuweisen. Sie treffen alle geeigneten Maßnahmen, um Beeinträchtigungen oder Zerstörungen dieser Schutzgebiete zu vermeiden. Sie haben sich ferner verpflichtet, die Einrichtung und die Unterhaltung von Nationalparks zu fördern sowie Schon- und Ruhezonen einzurichten, die wildlebenden Tier- und Pflanzenarten Vorrang vor anderen Interessen garantieren. Und schließlich haben sich die Vertragsparteien verpflichtet, die allfällige Entschädigung besonderer Leistungen der ansässigen Bevölkerung nach nationalem Recht zu prüfen, geeignete Maßnahmen zur Schaffung eines nationalen und grenzüberschreitenden Verbunds ausgewiesener Schutzgebiete, Biotope und anderer geschützter oder schützenswerter Objekte zu treffen sowie die Ziele und Maßnahmen für grenzüberschreitende Schutzgebiete aufeinander abzustimmen.
 
Die Schaffung eines ökologischen Verbunds in den Alpen ist daher eines der vorrangigen Ziele des Protokolls "Naturschutz und Landschaftspflege" der Alpenkonvention. Ein ökologischer Verbund ist ein Gebiet mit natürlichen Lebensräumen, die physisch (räumlich) und funktional durch Tier- und Pflanzenpopulationen und Ökosysteme miteinander vernetzt sind.

Die Plattform Ökologischer Verbund der Alpenkonvention wurde nach der Alpenkonferenz im Jahr 2006 als Expertenforum eingerichtet, um gemeinsame Strategien zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in den Alpen zu entwickeln, insbesondere durch die Erarbeitung und Unterstützung von Maßnahmen zur Sicherstellung der Vernetzung von natürlichen Lebensräumen. Die Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Erhalt der Biodiversität sind vielfältig. Auch der Klimawandel hat erhebliche Auswirkungen auf die Konnektivität, da die Durchschnittstemperaturen in den Alpen schneller steigen als in der nördlichen Hemisphäre und Tiere und Pflanzen deshalb in höher gelegene Gebiete ausweichen. Je weiter sich die Lebensräume von Pflanzen und Tieren nach oben verschieben, desto schwieriger ist es, ihre Vernetzung aufrechtzuerhalten. 

Mitgliederliste

 

2. Ziele


Das Mandat der Plattform Ökologischer Verbund enthält folgende Hauptziele:

  • Erarbeitung einer gemeinsamen Terminologie und Methodik zur Umsetzung des ökologischen Verbundes unter Einbezug von ExpertInnen,
  • Erstellung eines Maßnahmenkatalogs zur Umsetzung des ökologischen Verbundes, inklusive Vorschläge für eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit,
  • Bestimmung von geeigneten Indikatoren zur Erfolgskontrolle bei der Umsetzung des ökologischen Verbundes,
  • Arbeit mit interessierten Gebietskörperschaften (Pilotregionen) und lokalen AkteurInnen zur konkreten Umsetzung und Einrichtung von Verbindungen zwischen Schutzgebieten und Gebieten mit hoher biologischer Vielfalt mit dem Ziel der Schaffung eines ökologischen Verbundes auf lokaler und regionaler Ebene, 
  • Identifizierung von regionalen, nationalen und übernationalen Finanzierungsquellen für Maßnahmen zur Umsetzung des ökologischen Verbundes,
  • Initiierung begleitender Studien zur alpenweiten Umsetzung des ökologischen Verbundes, aufbauend auf den Schutzgebieten und den Ergebnissen in den Pilotregionen, 
  • Kooperation und Abstimmung mit allen bekannten Projekten zum Thema "Ökologischer Verbund" und "ökologische oder biologische Korridore" auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene.

3. Aktivitäten, Dokumente und Ergebnisse

4. Links


Webseite Ökologische Netzwerke in den europäischen Alpen

 

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