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ALPENKONVENTION

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EDITORIAL

Vorhergehende Editoriale

Vorhergehende „Schritte“

„Die Welt der Alpen": Das Spiel zum Kennenlernen der Alpenkonvention

 


 
 
 


Die Konvention gut dosiert

„Die Alpenkonvention gut dosiert" : auf dieser Website, stellen wir Ihnen Schritt für Schritt auf einfache und dynamische Weise das Wichtigste vor, was es über die Alpenkonvention zu wissen gibt.  Die Dynamik kommt dadurch zustande, dass die beschriebenen Inhalte auf dieser Website - die einzelnen „Schritte“ also – regelmäßig aktualisiert und so alle wichtigen Politikbereiche für den Alpenraum behandelt werden.

Wer alles über die aktuellen, im Moment auf der Seite verfügbaren „Schritte“ wissen möchte, kann das Buch -Die Alpen-Acht Staaten, ein Gebiet- (pdf, 9 MB) herunterladen, das vom Ständigen Sekretariat der Alpenkonvention im März 2009 veröffentlicht wurde. Den im Buch enthaltenen Texten sind aussagekräftige Bilder gegenübergestellt.

5. Wasser

Die Alpen werden zu Recht als Wasserschloss Europas bezeichnet. Weite Teile des Kontinents profitieren davon, denn die Alpenflüsse transportieren jährlich im Durchschnitt unvorstellbare 216 km³ Wasser in die umgebenden Regionen. Im Hochsommer stammt ein maßgeblicher Anteil des europäischen Wasserhaushalts aus Schmelzwasser der alpinen Gletscher. Diese speichern derzeit geschätzte 75 km³ Wasser. Klimaszenarien gehen davon aus, dass in weniger als 100 Jahren die Ostalpen gänzlich und die Westalpen großteils eisfrei sein werden.
Die Niederschläge werden seltener in Form von Schnee fallen, wobei sich bei vermutlich gleich bleibenden Gesamtmengen die saisonale Verteilung der Niederschläge im Klimawandel ändern wird. In den Alpen wird deshalb ein starker Anstieg von Überschwemmungen (vor allem im Winterhalbjahr) als auch von Dürren (im Sommer) erwartet. Zugleich wird es durch auftauenden Permafrost oberhalb von 2500 Metern deutlich häufiger als bisher zu Rutschungen und Felsbrüchen kommen. Der Schutz der Bevölkerung vor Naturgefahren verlangt daher nach neuen Konzepten und Maßnahmen zur Anpassung.
Derzeit versucht die Tourismusbranche die abnehmende Schneesicherheit durch Beschneiungsanlagen auszugleichen. Rund drei Viertel der Skipisten werden im gesamten Alpenraum bereits künstlich beschneit. Damit verbunden sind hoher Energieverbrauch sowie Eingriffe ins Landschaftsbild durch Speicherseen und das natürliche Abflussverhalten des Wassers. Ein zentraler Aspekt betrifft die Rolle des Wassers in der Energieerzeugung. Global betrachtet ist diese als erneuerbar und emissionsfrei anzusehen. Zugleich sind damit aber Konsequenzen für Landschaft und Gewässerökologie verbunden. Die Wichtigkeit dieses Themas für die Alpenkonvention wird durch die Tatsache des zweiten Alpezunstandberichts aufgedeckt, welcher 2009 zur Wasserhaushalt veröffentlicht wurde; weiters gründete 2009, um die Arbeit über jene Themen im Alpenraum zu vertiefen, die Konvention die Plattform „Wasserwirtschaft im Alpenraum“.

 

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