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PLATTFORM ÖKOLOGISCHER VERBUND
Vorsitz: Deutschland und Frankreich
 
Ein ökologisches Netzwerk ist eine Fläche von natürlichen Lebensräumen, die physisch (territorial) und funktional durch Populationen und Spezies verbunden sind.   
 
Die Alpen sind einer der größten zusammenhängenden Naturräume Europas. Die Vertragsparteien haben sich verpflichtet, bestehende Schutzgebiete zu erhalten, zu pflegen und, wo erforderlich, zu erweitern sowie nach Möglichkeit neue Schutzgebiete auszuweisen. Sie haben sich ferner verpflichtet geeignete Maßnahmen zur Schaffung eines grenzüberschreitenden Verbunds ausgewiesener Schutzgebiete, Biotope und anderer geschützter oder schützenswerter Objekte zu treffen.
 
Die Plattform Ökologischer Verbund der Alpenkonvention wurde bei der IX. Alpenkonferenz im Jahr 2006 von den Umweltministern als Expertenforum eingerichtet, um gemeinsame Strategien zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in den Alpen zu entwickeln, insbesondere durch die Erarbeitung und Unterstützung von Maßnahmen zur Sicherstellung der Vernetzung von natürlichen Lebensräumen. Die Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Erhalt der Biodiversität sind vielfältig. Auch der Klimawandel hat erhebliche Auswirkungen auf die Konnektivität, da die Durchschnittstemperaturen in den Alpen schneller steigen als in der nördlichen Hemisphäre und Tiere und Pflanzen deshalb in höher gelegene Gebiete ausweichen. Je weiter sich die Lebensräume von Pflanzen und Tieren nach oben verschieben, desto schwieriger ist es, ihre Vernetzung aufrechtzuerhalten.   
 
In den Jahren 2015-2016 hat die Plattform den Fokus auf der Unterstützung der Koordination von Initiativen auf nationalem, regionalem und Europäischem Level – hin zur ökologischen Vernetzung. Die Plattform führt die Unterstützung und Begleitung der Aktivitäten der Pilotregionen, um den Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen neuen und bereits bestehenden Pilotregionen zu pflegen aber auch den Austausch und die Zusammenarbeit mit anderen Projekten, Initiativen und Konventionen sicherstellen, fort. Die Plattform unterstützt die Ausarbeitung einer Publikation, die als Handbuch für die Einführung von ökologischen Netzwerken und Konnektivität in den alpinen- und anderen Bergregionen dienen wird. Die Plattform wird die Rolle von ökologischen Netzwerken und Konnektivität für die Umsetzung einer „Grünen Wirtschaft“ in alpinen Regionen analysieren, präsentieren und kommunizieren um einen Beitrag zu dem nächsten „Alpenzustandsbericht“ zu leisten.   
 
Die Schaffung eines ökologischen Verbunds in den Alpen ist eines der vorrangigen Ziele des Protokolls "Naturschutz und Landschaftspflege" der Alpenkonvention. Biodiversität zählt zu den vorrangigen Aktionsgebieten des Mehrjährigen Arbeitsprogramms (MAP) 2011-2016. Die Vertragsparteien der Alpenkonvention ernannten Experten zu Mitgliedern der Arbeitsgruppe. Beobachter werden Repräsentanten aus den eigenen Reihen wählen. 
 
Die Vertragsparteien der Alpenkonvention delegierten Experten als Mitglieder der Arbeitsgruppen/ Plattformen. Beobachter der Konvention können ebenfalls Repräsentanten für die Arbeitsgruppen/ Plattformen nominieren.

Mitgliederliste

Ziele
 
Die Plattform Ökologischer Verbund hat folgende Hauptziele:

  • Erarbeitung einer gemeinsamen Terminologie und Methodik zur Umsetzung des ökologischen Verbundes unter Einbezug von Experten und Expertinnen;
  • Beiträge leisten für die weitere Verbreitung des Maßnahmenkatalogs als ein gutes Beispiel für die Umsetzung nationaler Biodiversitätsstrategien in Alpenstaaten sowie der Europäischen Union;
  • Unterstützung und Überwachung der Aktivitäten in Pilotregionen mit dem Einverständnis der Plattform zum Zwecke des Austausches von Erfahrungen und Wissen zwischen neuen und existierenden Pilotregionen. Kooperation und Abstimmung mit allen bekannten Projekten zum Thema "Ökologischer Verbund" und "ökologische oder biologische Korridore" auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene.  

Aktuelle Aktivitäten, Dokumente und Ergebnisse

Vergangene Aktivitäten, Dokumente und Ergebnisse

 


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