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PLATTFORM „BERGLANDWIRTSCHAFT“
Vorsitz: Österreich

Durch den allgemeinen landwirtschaftlichen Strukturwandel und der damit verbundenen kontinuierlichen Abwanderung aus der Berglandwirtschaft kam es innerhalb der letzten Jahrzehnte im gesamten Alpenraum zu einer verstärkten Nutzungsaufgabe. Im Konkreten führte diese Entwicklung zu einer zunehmenden Auflassung von Grenzertragslagen, bei gleichzeitiger Konzentration der Flächenbewirtschaftung in Gunstlagen.
 
Die Alpenkonvention hat die Plattform Berglandwirtschaft an der XI. Alpenkonferenz im März 2011 in Brdo, Slowenien eingerichtet. Die Begründung liegt unter anderem in der Bedeutung, die der Landwirtschaft im Alpenraum seit jeher zugekommen ist und immer noch zukommt, und des unverzichtbaren Beitrags, den dieser Wirtschaftszweig auch in Zukunft als Lebensgrundlage zur Aufrechterhaltung einer angemessenen Besiedlungsdichte, zur Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln, zur Erzeugung typischer Qualitätsprodukte, zur Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft, unter anderem auch für ihre touristische Nutzung, sowie zum Schutz des Bodens vor Erosionen, Muren und Überschwemmungen insbesondere in den Berggebieten leistet.   
 
In den Jahren 2017-2018 ist der zentrale Fokus der Plattform auf folgende drei Themen gerichtet:
1. Berglandwirtschaft und Energie - Energiegewinnung aus Biomasse und aus anderen erneuerbaren Energiequellen;
2. Optimierung von Kooperationen und Partnerschaften ebenso wie Mitwirkung;
3. Ökosystemleistungen und Berglandwirtschaft - ökologische, soziale und politische Aspekte
 
Berglandwirtschaft ist eines der 12 Themen, die in der Alpenkonvention (Artikel 2) aufgelistet sind und ein Protokoll für „Berglandwirtschaft“ wurde zu ihrem Schutz angenommen. Das Protokoll wurde 2006 zum EU Gesetz. Zusätzlich verweist der Klimaaktionsplan der Alpenkonvention auf die Rolle der Berglandwirtschaft in den Alpen und gleichzeitig auf deren Betroffenheit vom Klimawandel. Er bekräftigt den Beitrag der Berglandwirtschaft zur Umwelt sowie zur Pflege und Attraktivität der Alpengebiete.   
 
Die Vertragsparteien der Alpenkonvention delegieren Experten als Mitglieder der Arbeitsgruppen/ Plattformen. Beobachter der Konvention können ebenfalls Repräsentanten nominieren. 
  
Mitgliederliste 
 
Zielsetzung

Die Hauptziele der Plattform sind:
  • Innovationsprozesse zur Erhöhung der Wertschöpfung durch nachhaltige Bewirtschaftungsformen finden; 
  • Unterstützung bei der Entwicklung von neuen Produkten;
  • Optimierung vorhandener Kooperationsmodelle und Unterstützung neuer Kooperationsformen für die Diversifizierung landwirtschaftlicher Tätigkeiten;
  • Möglichkeiten zu suchen um die ökologischen, ökonomischen und sozialen Funktionen von berglandwirtschaftlich genutzten Gebieten zu verbessern;
  • regelmäßiger Informationsaustausch;
  • öffentliche Bewusstseinsbildung verstärken;
  • zur Umsetzung des Klimaaktionsplans beitragen.

Aktuelle Aktivitäten, Dokumente, Resultate

Dokumente

Vergangene Aktivitäten, Dokumente, Resultate
 
Dokumente

 Aktivitäten

 


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