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PLATTFORM ÖKOLOGISCHER VERBUND
Vorsitz: Frankreich und
Deutschland (abwechseln) 
 
Ein ökologisches Netzwerk ist eine Fläche von natürlichen Lebensräumen, die physisch und funktional durch Populationen und Spezies verbunden sind.   
 
Die Alpen sind einer der größten zusammenhängenden Naturräume Europas und Lebensraum für über 30.000 Tier- sowie 13.000 Planzenarten. Artikel 12 des Protokolls "Naturschutz und Landschaftspflege "der Alpenkonvention legt konkret fest, dass die Vertragsparteien "geeignete Maßnahmen, um einen nationalen und grenzüberschreitenden Verbund ausgewiesener Schutzgebiete, Biotope und anderer geschützter oder schützenswerter Objekte zu schaffen." Ebenfalls im Mehrjährigen Arbeitsprogramm der Alpenkonferenz 2017-2022 ist die Erhaltung und Inwertsetzung der Biodiversität und Landschafte eine der sechs Schwerpunkte.

Die Plattform Ökologischer Verbund der Alpenkonvention wurde bei der IX. Alpenkonferenz im Jahr 2006 von den Umweltministern als Expertenforum eingerichtet, um gemeinsame Strategien zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in den Alpen zu entwickeln, insbesondere durch die Erarbeitung und Unterstützung von Maßnahmen zur Sicherstellung der Vernetzung von natürlichen Lebensräumen.
Die Plattform Ökologischer Verbund arbeitet auf den Ebenen der Wissenschaft, der Politik und der Umsetzung um aufkommende Fragen im Zusammenhang mit ökologischem Konnektivität identifizieren zu können. Ihre Teilnehmer unterstützen und regen grenzüberschreitende, alpenweite und nationale Projekte zur ökologischen Vernetzung an. Die Plattform nimmt an der Entwicklung verschiedener Fachpublikationen teil. Die Plattform analysiert, präsentiert und kommuniziert die Rolle von ökologischen Netzwerken und Konnektivität in der Umsetzung von grünem Wirtschaften in den Alpen. Dies geschieht vor allem auf der Basis von guten Beispielen, wobei ökologische Vernetzung in andere Sektoren hineinspielt (insbesondere Raumplanung).

Seit 2011 hat die Plattform Ökologischer Verbund 10 Pilotregionen für ökologische Vernetzung der Alpenkonvention ernannt. Diese umfassen existierende Schutzgebiete, decken aber ein wesentlich größeres Gebiet ab. Die Pilotregionen stellen Gebiete dar, die häufig grenzüberschreitend sind und in denen spezifische Aktivitäten unternommen werden um ökologische Konnektivität zu entwickeln. Die Plattform Ökologischer Verbund erkennt deren Engagement offiziell an und unterstützt sie konkret indem Möglichkeiten für den Austausch von Erfahrungen organisiert werden und der Fortschritt beobachtet wird.

Die Plattform Ökologischer Verbund verfolgt darüber hinaus EU Politik und Aktivitäten zu grüner Infrastruktur. Eine enge Kooperation mit der EUSALP Aktionsgruppe 7 wird angestrebt. Über die Alpen hinaus unterstützt die Plattform die Absichtserklärungen, die zwischen der Alpenkonvention und der Karpatenkonvention sowie zwischen der Alpenkonvention, der Karpatenkonvention sowie der Konvention für biologische Vielfalt unterzeichnet wurden.  

In den Jahren 2017-2018 führt die Plattform Ökologischer Verbund ihre Kernaktivitäten des Expertenaustausches und
der Unterstützung und Entwicklung des Netzwerkes aus Pilotregionen fort. Spezifisch wird darüber hinaus analysiert, wie ökologische Konnektivität in die Raumplanung einbezogen wird oder einbezogen werden kann.

Die Vertragsparteien der Alpenkonvention delegieren Experten als Mitglieder der Arbeitsgruppen/Plattformen. Beobachter der Konvention können ebenfalls Repräsentanten nominieren.

Mitgliederliste

Ziele
 
Die Plattform Ökologischer Verbund hat folgende Hauptziele:

  • Weitere Unterstützung der Pilotregionen für ökologische Vernetzung der Alpenkonvention und Ermutigung anderer Regionen, sich als neue Pilotregionen zu beteiligen, durch Präsentation und gemeinsame Entwicklung realisierbarer Maßnahmen sowie Verstärkung der politischen Unterstützung. Das Netzwerk der Pilotregionen wird dadurch wachsen und effektiver werden;
  • Förderung des Austausches, der Entwicklung und Weitergabe von Wissen und Know-how über ökologische Vernetzung;
  • Aufzeigen des Nutzens von Vernetzungsmaßnahmen für eine grüne Wirtschaft in den Alpen;
  • Ausbau des Stakeholder-Netzwerks für ökologische Vernetzung in den Alpen und darüber hinaus.

Aktuelle Aktivitäten, Dokumente und Ergebnisse

Vergangene Aktivitäten, Dokumente und Ergebnisse

Pilotregionen für ökologische Vernetzung der Alpenkonvention:

 


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