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Treffen des 66. ständigen Ausschusses in Innsbruck
Treffen des 66. ständigen Ausschusses in Innsbruck
Zwei Tage lang war Innsbruck (Österreich) Gastgeber des 66. Treffens des Ständigen Ausschusses der Alpenkonferenz und der angeschlossenen Startveranstaltung der Alpenpartnerschaft für Local Climate Action. Der Schwerpunkt lag dieses Mal auf der zweiten Priorität des mehrjährigen Arbeitsprogramms (MAP) 2017-2022 „Maßnahmen gegen den Klimawandel“. Im Vorlauf des Treffens wurde der Workshop „Sustainable tourism in the Alps. Who gets the job done“ organisiert. Alle diese Treffen wurden als Green Event Tirol zertifiziert. Der zweite Tag der Konferenz begann festlich mit einer Feier zum 27. Jahr des Bestehens der Alpenkonvention.

Der ständige Ausschuss diskutierte den Bericht des Alpine Climate Boards, da in den letzten Monaten ein konkretes System an Zielen der Alpenkonvention in Bezug auf die Perspektive eines „klimaneutralen Alpenraums“ ausgearbeitet wurde. Dieses „Climate Target System“ wird bei der kommenden XV. Alpenkonferenz präsentiert, die am 4. April 2019 in Innsbruck stattfinden wird. Die Herausforderungen die das Naturgefahren-Risikomanagement in den Alpen betreffen wurden in der Präsentation und der Diskussion über den 7. Alpenzustandsbericht angesprochen.

Angesichts des bevorstehenden Ablaufs der Mandate der thematischen Arbeitsgremien debattierte der Ständige Ausschuss über die bevorstehenden Mandate für 2019-2020 für die Arbeitsgremien der Alpenkonventionen. Darüber hinaus diskutierten die Mitglieder des Ständigen Ausschusses die gemeinsamen Szenarien für die zukünftige räumliche Entwicklung des Alpenraums, die im Rahmen der Ad-hoc-Expertengruppe für Raumplanung im Rahmen des Projekts „Alps2050 – Common spatial perspectives for the Alpine area. Towards a common vision“. Im Tagesordnungspunkt zu klimarelevanten Aktivitäten stellte die italienische Delegation in Person von Graziano Martini Barzolai die verheerenden Folgen der schweren Überschwemmungen und Stürme dar, die in den vergangenen Wochen große Teile Italiens heimgesucht haben. Vorläufige Daten deuten darauf hin, dass mehr als 4 Millionen Tannen und Fichten entwurzelt wurden, was zu erheblichen Einkommensverlusten bei den Förstern und einem massiven Verlust an Biodiversität führte. Experten zufolge kann es bis zu 300 Jahre dauern, bis die Wälder vollständig wiederhergestellt sind.

Schließlich wurde auf die Möglichkeiten der Forschung und Entwicklung der Erdbeobachtung (EO) im Anschluss an die Ergebnisse des EO4Alps-Workshops hingewiesen, der von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) organisiert wurde. Ein Vertreter der ESA berichtete über die Initiative EO4Alps zu, um einen fruchtbaren Gedankenaustausch zwischen der ESA und der Alpenkonvention zu ermöglichen. Des Weiteren wurde die CIPRA-Initiative „Youth Alpine Interrail“ (YOALIN) vorgestellt, mit der Jugendliche einen Monat mit einem reduzierten Zugticket durch die Alpen reisen konnten. Der Ständige Ausschuss unterstrich die Bedeutung einer nachhaltigen Mobilität und lobte die Rolle der engagierten jungen Menschen bei der Förderung eines nachhaltigen Lebensstils.

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